El Calafate und der Nationalpark Los Glaciares

Am nächsten Tag hiess es wieder früh aufstehen, denn bereits um 7 Uhr fuhr unser Bus nach El Calafate. Von Chile gings jetzt wieder nach Argentinien. Unterwegs überquerten wir die Grenze, zweimal aus dem Bus aussteigen, wieder zwei Stempel rein und weiter ging die kurze Fahrt von 4 1/2 Stunden ;-). Welcome back in Argentina. Was kann man in El Calafate denn alles sehen. Ja klar Gletscher, Gletscher und nochmals Gletscher (wir können nicht genug kriegen) und ein tolles Naturschutzgebiet mit vielen Vögeln - nun aber alles der Reihe nach.

Am Ankunftstag besorgten wir uns Tickets für eine Bootstour auf dem Lago Argentino und seinen Nebenarmen. Der Lago Argentino ist der grösste See in Argentinien, fast dreimal so gross wie der Bodensee und schon 15000 Jahre alt. Bereits am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus bis zur Punta Bandera, dort stiegen wir auf einen etwas grösseren Katamaran um. Entlang der Brazo Norte fuhr der Katamaran schliesslich in den Upsala Kanal ein. Dieser ist voll von unzähligen grossen und kleinen Eisbergen, welche zum Teil sehr bizarre Formen aufweisen. Diese Eisberge stammen vom flächenmässig grössten Gletscher in Südamerika, dem Upsala Gletscher. Wen man bedenkt, dass sich jeweils nur 20% der Eismasse über dem Wasser befindet und die restlichen 80% Unterwasser, sind diese Eisberge gigantisch.

Die Fahrt ging weiter zum Kanal Spegazzini und zum Spegazzini Gletscher. Dort konnte das Boot sehr nahe an die Gletscherwand heranfahren, da dieser Gletscher praktisch nicht mehr kalbt. So nennt man das wenn Eisberge vom Gletscher abbrechen.

Zurück in El Calafate besuchten wir die Laguna Nimez, ein städtisches Naturschutzgebiet welches sich ganz in der Nähe unserer Unterkunft befand. Unzählige Vögel, Enten und Chilenische Flamingos bekommt man hier zu Gesicht. Ein paar Impressionen findet ihr hier :-).

Den Perito Moreno Gletscher durften wir natürlich nicht auslassen. Wir fuhren erst gegen Mittag mit dem lokalen Bus bis zum Park und hatten so den ganzen Nachmittag / Abend Zeit die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Der Tipp aus dem Reiseführer war wirklich super, denn wir hatten die vielen Laufstege fast für uns alleine. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so besonders. Trotzdem ist es sehr eindrücklich diese Eismassen so Nahe zu bestaunen. Der Perito Moreno Gletscher ist der einzige Gletscher auf der Welt welcher noch wächst und dies in Zeiten der allgemeinen Klimaerwärmung. Die Ursachen dafür sind nicht geklärt, man vermutet, dass gewisse Winde für den Gletscher klimatisch günstig sind. Im Moment ist es sogar so, dass die Gletscherzunge einen Teil des Sees abtrennt und diese komplett an die Magellan-Halbinsel anstösst. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, bis der Druck der Wassermassen zu gross wird und die Gletscherzunge in einem tosenden Spektakel zerbirst. Bei uns war dies leider nicht der Fall, wir haben nur ein paar ganz kleine Brocken gesehen, welche in den See gefallen sind.

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