Abenteuer Machu Picchu

JUHUU es geht los unser Abenteuer zum Machu Picchu. Wir wählten diesmal den bequemeren Weg und fuhren gemütlich mit dem Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes (Station Machu Picchu). Doch bevor wir den Zug besteigen konnten, holte uns Nacho bereits um 7.30 Uhr im Guesthouse in Cusco ab. Da der Zug in der Regenzeit nicht direkt von Cusco nach Aguas Calientes fährt, mussten wir zuerst nach Ollantaytambo fahren. Unterwegs machten wir noch halt bei der Ruinenstädte und Dörfchen Chinchero.

Hier war einst ein Sommersitz der Inkas. Die Kirche stammt aus der Kolonialzeit und die Fundamente aus der Inkazeit. Die vielen Terrassen beeindrucken einmal mehr.

Anschliessend fuhren wir weiter zu den Salinas de Maras. Diese riesigen Terrassen mit ihren Salzpfannen aus der Inkazeit werden heute noch benutzt. Das Salz wird durch die sukzessive Verdunstung der natürlichen Sole durch die Sonne gewonnen und ermöglicht so einigen Familien ein Einkommen. Das Wasser kommt bereits salzig aus dem "heiligen Berg" die Quelle ist jedoch unbekannt. Das Salz ist sehr reich an Mineralien und kann für vieles genutzt werden. Ob zum Kochen oder auch zum Baden.

Weiter ging die Fahrt Richtung Ollantaytambo. Nacho hielt unterwegs nochmals kurz an und wir probierten in einer typischen Chicheria das Maisbier (Chicha). Es gibt die helle Variante, die ist etwas herber und die violette Variante, bei dieser werden noch süsse Erdbeeren zugemixt - sehr lecker :-). Die Chicheria ist so bekannt, dass sogar Eva Morales, der bolivianische Präsident, bei seinem Besuch in Peru, dort einkehrte.

Danach spielten wir noch eine runde Frog-Game. Dabei versucht man mit grossen Talern das Maul des goldenen Frosches zu treffen - sehr schwierig aber auch sehr lustig. Wir hatten einen heiden Spass :-).

Nacho brachte uns anschliessend zum Bahnhof von Ollantaytambo wo wir um ca. um 13.30 Uhr den Zug nach Aguas Calientes bestiegen. Die Fahrt mit dem Zug dauerte 1.5 Stunden. Die Vegetation veränderte sich zusehends und schon bald hatte man das Gefühl mitten im Urwald gelandet zu sein. Im kleinen sehr touristischen Ort Aguas Calientes bezogen wir unsere Unterkunft und organisierten anschliessend die Bustickets für morgen Früh. Ganze 24 Dollar kostet die ca. 30minütige Fahrt durch die Serpetinen hoch zur Ruinenstadt Machu Picchu. 

Wir gingen früh schlafen den Morgen heisst es bereits um 4.45 Uhr aufstehen. Um 5 Uhr ein Frühstück zu sich zu nehmen (keine Ahnung wer dann schon ans Essen denken kann ;-)). Und um 5.30 Uhr marschierten wir los um einen der ersten Busse zu bekommen, welcher zur Ruinenstadt hochfährt. Oben angekommen stellt man sich zuerst in die Schlange und muss sein ausgedrucktes Ticket inklusive Pass vorweisen. Jetzt waren wir endlich drin. Als erstes liefen wir zum berühmt berüchtigten Aussichtspunkt, wo man DAS FOTO schiessen kann. Wir hatten ziemliches Glück mit dem Wetter und die Ruinenstadt präsentierte sich praktisch wolkenfrei. Ein atemberaumender Anblick.

Bei der Bestellung unserer Tickets, haben wir uns entschieden auch den Huayna Picchu (auch Wayna Picchu genannt) zu besteigen. Auf diesen Berg (welcher übrigens auf jedem Postkartenmotiv von Macchu Picchu drauf ist) dürfen pro Tag nur 400 Personen rauf. Wir gehörten zu den ersten 200 welche zwischen 7 Uhr und 8 Uhr morgens Einlass erhielten. Der Aufstieg hatte es in sich und leider wurde das Wetter immer schlechter. Oben angekommen bei Nieselregen, war alles komplett in Wolken verhangen und wir sahen rein gar nichts. Beim runter klettern, ja klettern nicht gehen und für Höhenangst geplagte gar keinen Spass, lichtete sich die verhangene Nebelsuppe ab und zu ganz kurz, so dass wir trotzdem noch einen Blick auf die Ruinenstadt von der anderen Seite erhaschen konnten.

Wieder unten angekommen, besichtigten wir noch die zahlreichen "Details" der Ruinenstadt. Falls ihr mehr über die Geschichte von Machu Picchu erfahren wollt, Wikipedia kann hier gut weiterhelfen ;-), da muss ich nicht nochmals alles wiederholen. Kurz nach 1 Uhr bestiegen wir den Bus wieder runter ins Dorf. Dort hatten wir noch ein wenig Zeit unsere kleinen Rucksäcke zu holen und gemütlich was Essen zu gehen, bevor der Zug uns wieder zurück nach Ollantaytambo brachte und Nacho (unser Taxidriver) bereits auf uns wartete. In Cusco bezogen wir wieder das gleiche Guesthouse und freuten uns darauf diese Stadt nochmals fast zwei Tage erkunden zu können.

Obwohl Machu Picchu ein super touristischer Ort ist und sich fast 5000 Besucher täglich durch die Ruinenstadt zwängen - für mich war's wie die Salzwüste in Uyuni. Ein ganz klares MUSS auf einer Peru Reise. Die Faszination vor Ort kann man nicht beschreiben und auch die tausendfachen Fotos geben nicht ganz wieder, wie es dort wirklich ist. Ein Punkt weniger auf meiner "Bucket List" ;-). 

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Kommentare: 1
  • #1

    Caro (Samstag, 26 März 2016 08:11)

    Tönt doch mal wieder sehr interessant :-)